Ergänzung zum Qualitätsmanagement

Sandra Pfennich, BSc MA
Absolventin von Jahrgang Stubenschrott

Pfennich_NEUGlauben Sie, dass das Studium Innovationsmanagement mit Qualitätsmanagement kombinierbar ist? Mit dieser Frage konfrontierte ich Dr. Lercher im Frühjahr 2007 nach seinem Vortrag beim Informationsabend über das Studium Innovationsmanagement. Nach zwei Jahren bei Magna Steyr Fahrzeugtechnik, ersten Fachausbildungen zur Qualitätsmanagerin und interessanten sowie spannenden Gesprächen mit erfahrenen KollegInnen nahm die Lust, fundiertes Wissen über die komplexe Welt des Managements und ihren Möglichkeiten zu erlangen, überhand. Mit diesem Wissensdrang und der Hoffnung, Neues zu erlernen, meldete ich mich 2007 zum damals noch eher unbekannten Studium Innovationsmanagement an der FH CAMPUS 02 an. Das Studium kombinierte Wirtschaft, Technik, Innovation sowie auch die Anwendung des erlernten Wissens anhand von Praxisbeispielen mit Firmen aus unterschiedlichsten Branchen. Angefangen bei der Suche nach neuen Ideen mit kreativen – auch ungewöhnlichen – Methoden bis hin zur erfolgreichen und strukturierten Umsetzung dieser Ideen – all das habe ich im Studium gelernt.

Vor allem aber weckte das Studium in mir den Drang nach „Neuem“ und gab mir die nötige Portion Mut, dieses „Neue auch zu wagen“. Mit dieser Einstellung, einem Koffer voller Innovationswerkzeuge und dem Studienabschluss in der Tasche verließ ich im Sommer 2012 die FH CAMPUS 02, um einige Monate später meine größte berufliche Herausforderung – die Leitung des Fachbereichs Qualitätsmanagement Magna Steyr Engineering Deutschland anzutreten. In dieser Funktion muss ich operativ und strategisch agieren, wobei ich die Werkzeuge und das Wissen, das ich im Studium erworben habe, optimal einsetzen kann. Hierbei greife ich gerne auf die Grundlagen (und die Unterrichtsmaterialien) des Prozess- und Qualitätsmanagements zurück, ich benötige mein Innovations-Know-how, „das Denken in Funktionen“ bis hin zu Business Development und Marketing.

Aufgrund einer organisatorischen Änderung wurde ein Jahr später der Fachbereich Qualitätsmanagement um den Bereich Projektmanagement erweitert. Dies stellte ein fachlich neues Thema für mich dar, welches den Fachbereich QM in der Vergangenheit nur an einigen wenigen Schnittstellen berührte. Aber gerade als Absolventin der Studienrichtung Innovationsmanagement habe ich gelernt, für Neues offen zu sein und sich analytisch und strukturiert in neue Bereiche einzuarbeiten.

2 Jahre nach Abschluss des Masterstudiums weiß ich, dass man sich durch das Studium ein sehr breitgefächertes theoretisches und praktisches Wissen aneignet, das in Fleisch und Blut übergeht. Damit ist man gut gerüstet für Managementaufgaben. Neben diesem fachlichen Gewinn kann ich nur jedem empfehlen, diese Zeit des Studiums zu nutzen, um für sich selbst zu erkennen, welche Themengebiete das Feuer in einem selbst entflammen und mit Leidenschaft verfolgt werden möchten.

Kann man später diese Bereiche in seine Arbeit integrieren und diese dadurch bereichern, erzielt man durch das Studium weit mehr, als man sich bei einer Informationsveranstaltung vorstellen kann. Daher war die Entscheidung, Innovationsmanagement zu studieren, absolut richtig für mich!

Die Antwort von Dr. Lercher im Jahr 2007 war: „Ja, natürlich, Innovationsmanagement stellt die perfekte Ergänzung zum Qualitätsmanagement dar!“ Und da muss ich ihm heute nach meinem erfolgreichen Studienabschluss und den gewonnenen Berufserfahrungen absolut recht geben!